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Alle Schlangengifte sind in ihrer Zusammensetzung insofern gleich, als dass sie aus Proteinen (Eiweisverbindungen) bestehen. Sie sind von zähflüssiger Konsistenz und milchig weiß bis
gelblich gefärbt. Ihre Wirkungsweise besteht zum einen darin, dass sie einerseits in der Regel das Beutetier töten und andererseits den nachfolgenden Verdauungsprozess unterstützen. Vereinfacht man die zum Tode führenden
Giftgemische, so kann grob zwischen neurotoxischen und hämotoxischen Giften unterschieden werden. Als Neurotoxizität bezeichnet man die Wirkungen auf das Nervensystem. In Fällen der Injektion kommt es zu Lähmungserscheinungen,
Muskelkrämpfen und Sinnestäuschungen. Die Lähmung der Atmungsorgane führt schließlich zum Tod. Als Hämotoxizität wird die schädigende Wirkung auf die Blutzellen bezeichnet. Dem Kreislaufschock folgt die Zerstörung der roten
Blutkörperchen, die Nieren versagen, innere Blutungen treten auf und den Tod bringt häufig der vollständige Zusammenbruch des Kreislaufs. Je nach Zusammen- setzung des Giftes gibt es weitere typische Symptome: unerträglich
starke lokale Schmerzen, Bildung und schnelle Ausbreitung eines Ödems um die Bißstelle herum, Zerstörung des Gewebes, Bildung von Nekrosen können Folge eines Vipernbisses sein.
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