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Wie alle Schlangen häuten sich Vipern, solange sie sich im Wachstum befinden - und das heißt: ständig. Zwar werden die Abstände zwischen den aufeinander folgenden Häutungsvorgängen
in der Regel größer, naturgemäß hängt das Wachstum aber auch von der Häufigkeit der Futteraufnahme ab. Ein deutliches Kennzeichen für den Beginn ist die vorhergehende scheinbar “dunkler werdende” Verfärbung der gesamten
Schuppung, gefolgt von oder einhergehend mit einer milchigen bis ins bläuliche gehenden Verfärbung der Netzhaut. Wenige Tage vor der eigentlichen Häutung werden die Augen wieder klarer und die Farben kräftiger. Erst dann
streift die Viper die inzwischen durch Lymphflüssigkeit aufgeweichte verhornte Oberhaut ab. Gesunde Tiere beginnen damit an der Kopfspitze und häuten sich meist an einem Stück - selbst die “Hörner” werden dabei nicht
ausgelassen.
Noch heute ist die Häutung der Schlange in Griechenland Symbol von Wiedergeburt, ewiger Jugend und Unsterblichkeit. In in einigen Regionen Griechenlands tragen daher viele Menschen ein
Stück der abgestreiften Schlangenhaut gerne als Glücksbringer bei sich.
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